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Treffen des AK am 10. März 18.00 Uhr

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 11:27
von Klaus
Liebe Streuobstinteressierte,

am Dienstag, 10. März 18.00 Uhr findet unser nächstes Treffen des Arbeitskreises statt.
Ort: Gartenbauraum der Freien Waldorfschule, Eingang Albrecht-Haushofer-Str. 1 a, Ecke Triftstraße

An diesen Abend wird auch Martina Stübe vom Landkreis zu Gast sein und uns über die Vorhaben des Landkreises und die aktuellen Fördermöglichkeiten für Streuobstprojekte informieren.
Außerdem kommt auch Paloma Klages die Kreisheimatpflegerin, die uns von dem aktuellen "Birnenprojekt" berichten wird.

Beim ersten Treffen am 21. Januar haben wir voneinander erfahren, was auf den verschiedenen Wiesen im vergangenen Jahr passiert und was für das kommende Jahr geplant ist.
Die Gruppe, die sich im die Bäume im Godehards-Garten kümmert, hat sich nach dem Ausscheiden von Barbara Hermanns neu formiert und hat im Herbst ca. 500 l Apfelsaft gepresset.
Auf der großen Wiese in Großdüngen wurden die großen Bäume von Sebastian Fuchs und seinem Team aus Heckenbeck gepflegt und die Misteln entfernt. Dort soll nun auch die Registrierungs-APP „Sepp“ vom Pomologenverein ausprobiert werden, mit der alle Pflegemaßnahmen, die an einem Baum vorgenommen werden, dokumentiert werden können, so dass alle Beteiligten auf dem gleichen Informationsstand sind.

Der Verein "Hochstamm e.V." sowei der Pomologenverein haben am 24. April den „Tag der Streuobstwiese“ ausgerufen, wo alle Wiesenbetreuer aufgerufen sind, etwas zu veranstalten, was dann bundesweit auf einer eigenen Website beworben wird.
siehe: https://orchardseverywhere.com/de/ wo man auch Anregungen findet, was man an diesem Tag alles machen könnte.

Hier auch schon die nächsten AK-Termine die dann wieder auf den Wiesen stattfinden:

12. Mai 18.00 Uhr bei Dirk in Godehards Garten
30. Juni , 18.00 Uhr bei Bernd in Werder bei Bockenem
8. September bei Klemens Niele in Großförste

Dazu wird dann jeweils noch gesondert eingeladen.

Alle Wiesenbetreuer können sich auch schon Gedanken machen, ob, wann und wie sie bei den Streuobstwiesentagen 2026 im Landkreis Hildesheim wieder aktiv werden könnten.

Bericht vom Treffen des AK am 10. März 18.00 Uhr

Verfasst: Mi 18. Mär 2026, 20:56
von Klaus
    1990 wurden die Streuobstbestände im Landkreis Hildesheim im Rahmen einer ABM-Maßnahme von Wolfram Guhl kartiert. Dabei wurden auch die Obstbäume an Straßen und Feldwegen (lineare Bestände) erfasst.
      2006/07 wurde von Ansgar Hoppe erneut eine Erfassung der Obstalleen durchgeführt wo sich zum Beispiel gezeigt hat, dass im LK Hildesheim zwischen Rott und Marienhagen die einzige Pflaumenallee Niedersachsens liegt.
        2014 wurden dann wiederum die Streuobstwiesen kartiert.
        Dabei musste konstatiert werden, dass 43% der Bestände im Verhältnis zu 1990 verschwunden oder so verbuscht waren, dass sie nicht mehr als Streuobstwiese gelten können.
          Seit 2022 gilt die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes was besagt, dass Streuobstwiesen als schützenswerte Biotope unter Schutz gestellt sind.
          Darin ist die negative Beeinträchtigung oder Zerstörung verboten, wohingegen nichts über die Pflege bzw. z.B. den fachgerechten Schnitt steht.
            Zu einer Streuobstwiese zählt eine mindestens 2500m² große Fläche in der offenen Landschaft mit mindestens 10 hochstämmigen Obstbäumen. Bei streifenartigen Pflanzung muss die Breite mindestens 10 m betragen.
            Derzeit sind die Streuobstwiesen erneut erfasst worden, wobei die Auswertung noch nicht vorliegt.
              Bisher wurde die Pflanzung von Streuobst mit 25,-€ pro Baum gefördert. Dieser Betrag wurde nun auf 50,-€ erhöht. Der Antragsteller verpflichtet sich dabei, die Bäume 25 Jahre lang zu erhalten.
              Antragsformular unter:
              https://www.landkreishildesheim.de/PDF/ ... 1761142511
              Die Förderung von Anpflanzungen und auch diePflege der Bäume stellen freiwillige Leistungen dar und sind daher abhängig von der Finanzlage des Landkreises.

              In der darauffolgenden Diskussion wird noch darauf hingewiesen, dass die Qualität von Pflegemaßnahmen und insbesondere der fachgerechte Schnitt der Obstbäume mit Hilfe des 2023 von der Arbeitsgemeinschaft Obstgehölzpflege (AGO) des Pomologenverein erarbeiteten Buches: „Standards der Obstbaumpflege“ (Empfehlungen für eine fachgerechte Pflege großkroniger Obstbäume) gestaltet werden kann.
              (siehe: https://www.pomologen-verein.de/ag-standards/)
              In diesem 143 Seiten umfassenden Werk sind alle Maßnahmen beschrieben und auch Musterleistungsbeschreibungen enthalten, die zum Beispiel bei Ausschreibungen Verwendung finden könnten.
                Blühstreifen sowie Benjeshecken werden nicht gefördert aber 2 -3 reihig gepflanzte Feldhecken, die in den ersten 3 Jahren auch eingezäunt werden müssen, was aber auch in der Förderung enthalten ist.

                Kreisheimatpflegerin, Paloma Klages stellt das Birnenprojekt vor.
                  Seit 30 Jahren beschäftigt sie sich mit Obstbau und fand zum Beispiel im Archiv einer Gemeinde, dass allein in deren Pfarrgarten 28 verschiedene Birnensorten standen oder dass es in Sorsum mal eine Blutbirnen-Allee gab.
                  Heute dagegen gibt es in den meisten Supermärkten in Niedersachsen meist nur noch ganze 4 Sorten zu kaufen.
                  Generell hat die Nachfrage nach Birnen stark abgenommen, da vielerorts auch die Kenntnisse verloren gegangen sind, was man alles aus Birnen machen kann und wie die einzelnen Sorten für welche Gerichte Verwendung finden können.
                    Diesem Trend möchte sie und weitere Mitstreiter entgegenwirken und hat ein Projekt ins Leben gerufen, wo in einem ersten Schritt die noch vorhandenen alten Birnenbestände im Landkreis erfasst werden sollen. Dazu hat Heike Klapprott von der Gemeinde Schellerten ein Baumkataster erstellt, wo man Birnbäume die man kennt eintragen kann. Zusätzlich sollen dabei auch ebenfalls Quitten und Mispeln gemeldet werden.
                    (https://www.landkreishildesheim.de/Leis ... mkataster/
                      Bisher sind etwa schon 100 Meldungen eingegangen.
                        Die Erfassung ist der Start. Danach sollen – Schritt für Schritt – Begutachtungen, Sortenbestimmungen und praxisnahe Angebote folgen. Ein Birnentag im Herbst ist perspektivisch geplant.
                        Das Projekt ist erst einmal auf zwei Jahre angelegt.

                        Einzelne Mitglieder des Arbeitskreises haben schon Bäume gemeldet und viele können sich eine Mitarbeit bei der weiteren Umsetzung des Projektes vorstellen.

                        Weiterhin sei noch einmal darauf hingewiesen auf den
                        24. April ist den der „Tag der Streuobstwiese“, der vom Pomologenverein und von „Hochstamm e.V.“ bundesweit auf einer eigenen Website beworben wird.
                        Nähere Infos unter: https://orchardseverywhere.com/de/ auf dieser Seite finden sich auch Anregungen, was man an diesem alles machen könnte.

                        Die nächsten Treffen des AK finden dann wieder direkt auf einer unseren Streuobstwiesen statt:
                        12. Mai 18.00 Uhr bei Dirk in Godehards Garten
                        30. Juni, 18.00 Uhr bei Bernd in Werder bei Bockenem
                        8. September bei Klemens Niele in Großförste

                        • Alle Wiesenbetreuer sollten sich auch schon Gedanken machen, ob, wann und wie sie bei den Streuobstwiesentagen 2026 im Landkreis Hildesheim wieder aktiv werden könnten. Gerade in Großdüngen hat sich ja gezeigt, dass sich bei solchen Aktionen am besten neue Interessenten für unsere Arbeit finden lassen.

                        fest steht schon:
                        • 3. 10. Großdüngen
                        • 26.9. Alte Wassermühle Söhre
                        . 27.9. BUND Wiese in Gronau

                        Das erste Herbsttreffen findet dann wieder am 10.11. in der Waldorfschule statt, es sei denn wir haben bis dahin einen Raum gefunden der besser geeignet ist.